Chorleiterseminar in Gifhorn vom 19.-21. Juni 2019

Die Bibel berichtet in 2. Chronik Kapitel 5 darüber, dass die Sänger und Trompetenspieler während der Einweihung des Salomonischen Tempels sangen und musizierten, als würde nur einer singen und spielen. Dies zeugt von einer hervorragenden Verschmelzung in der Klangfarbe, in der Intonation, in der Aussprache, im Rhythmus, im Tempo und in der Dynamik, was wir als Ensemble im Chorklang bezeichnen.

Basierend auf diesem biblischen Beispiel führten wir ein Chorleiterseminar der besonderen Art unter der Leitung von Peter Dück (Barntrup, Leiter des MFV) und Rudolf Reimer (Bielefeld, Musiklehrer/Gesangspädagoge) durch. Die Chorleiter der Evangelischen Baptisten-Gemeinde Gifhorn e.V. und dem Christlichen Gemeindezentrum Halver e.V. nahmen gemeinsam an diesem Chorleiterseminar vom 19.-21. Juni 2019 in Gifhorn teil.

Das Hauptziel bestand darin, an fünf Liedern mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Charakteren das Erarbeiten eines ausgewogenen Chorklanges zu trainieren. Im Vorfeld haben sich jeweils ein oder zwei Chorleiter mit einem der fünf Männerchorsätzen intensiv auseinandergesetzt und diesen Satz auch im Verlauf des Seminares angeleitet.

Begonnen haben wir am Abend des 19. Juni mit der Einführung in das Thema „Ensemble“, durchgeführt von P. Dück, und haben die sechs Elemente des Chorensembles betrachtet. Am Morgen des 20. Juni starteten wir mit dem ersten Block der praktischen Ensemblearbeit, wobei wir als Teilnehmer auch gleichzeitig den Praxischor bildeten. Im 20-Minuten-Takt leiteten die Teilnehmer das Erlernen der Partituren ihrer Chorsätze an, während P. Dück mit hilfreichen Tipps und beispielhaftem Vorzeigen hilfestellend zur Seite stand. In gleicher Weise verlief auch der zweite Block der praktischen Ensemblearbeit am Nachmittag. Parallel zu den Blöcken nahmen wir abwechselnd am persönlichen Stimmbildungsunterricht mit R. Reimer teil. Zu einer guten Ensemblearbeit gehört eben auch, die Techniken zur Veränderung/Verbesserung der Klangfarbe und Intonation zu beherrschen. Am Abend ging P. Dück im zweiten Theorieteil detaillierter auf das Ensembleelement „Aussprache“ ein. Auf Grundlage der hochdeutschen Bühnenaussprache besprachen wir die Unterschiede der offenen und geschlossenen Vokale, sowie die richtige Aussprache der einzelnen Konsonanten.

Ähnlich wie am Vortag, bestand der dritte Seminartag aus zwei Blöcken der praktischen Ensemblearbeit und dem parallelen Stimmbildungsunterricht. Je sicherer die einzelnen Partituren von uns Teilnehmern gesungen werden konnten, desto mehr konnten wir auf die Elemente des Chorensembles eingehen und vertiefen. Der Abschluss des Seminares bestand darin, die erarbeiteten Männerchorsätze unter Berücksichtigung des ausgewogenen Chorklanges zu „musizieren“. Zusammenfassend können wir sagen, dass dieses besondere Chorleiterseminar intensiv, aber sehr hilfreich und fördernd war.

Unser Dank gilt Gott für seinen reichen Segen in diesem Seminar, aber auch P. Dück und R. Reimer für die Bereitschaft zur Zurüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes (Eph. 4,12).

Waldemar Willer

(Chorleiter aus der Gemeinde CG Halver)

 

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